Presse in Oldenburg

Zur Riesenkerze hätte ich noch einen Erweiterungsvorschlag: Wenn man schon einen so hohen Turm errichtet, könnte man ja auch gleich ein Gummiband daran binden, damit Wagemutige als Bunjee-jumping im Engelskostüm davon herunter springen. Zugleich spielt ein Bläserchor: „Vom Himmel hoch, da komm ich her...“

Spaß beiseite. Es ist schon erstaunlich, was alles in Oldenburg passiert, ohne dass der Rat oder irgend ein Ausschuss darüber auch nur informiert wurde.

Vor gar nicht langer Zeit wurde von der Verwaltung noch der Verkauf von blinkenden Weihnachtsmützen auf dem Weihnachtsmarkt verboten, weil das nicht zum „beschaulichen“ Weihnachtsfest passe und jetzt diese Riesenkerze, die alle Maßstäbe sprengt und wohl eher zum Stadtfest oder Kramermarkt passt. Aber sie ist ohne Zweifel eine Attraktion. Es wäre nur besser, wenn der Oberbürgermeister die Entscheidung darüber einmal mit den vom Volk gewählten Ratsgremien abgestimmt hätte. Anscheinend sind dem OB diese nur lästig. Vom dem von Herrn Krogmann versprochenen „Neuen Miteinander“ ist nicht viel übrig geblieben.

 

Hans-Henning Adler

Fraktionsvorsitzender

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Stellungnahme zur Vorlage 19/0843 der Verwaltung

- Prüfauftrag zur Gründung einer kommunalen Wohnungsbaugesellschaft

  1. In dem Bericht der Verwaltung steht auf Seite 2 der Satz:

„Bei einer Förderung von Stadt und Land war es in der Vergangenheit privaten Investoren möglich, Wohnraum zu einem Mietpreis von rund 6,00 EUR kalt je qm anzubieten.“

Mit diesem Satz soll offenbar der Eindruck erweckt werden, wir bräuchten keine weiteren Förderinstrumente, weil die vorhandenen schon ausreichen. Das ist aber fraglich.

In der Vorlage rechnet die Stadt mit 2,50 €/qm Wohnfläche Förderbetrag im Monat. Wenn man mit der Verwaltung davon ausgeht, dass 500 Sozialwohnungen gebraucht werden (wahrscheinlich sind es mehr – dazu unten unter 3.) und diese mit 60 qm Wohnfläche berechnet werden müssen (S.3), dann ergibt dies rechnerisch ein notwendiges Fördervolumen von 900.000 EUR jährlich, bei dem von der Stadt angenommenen Förderzeitraum von 10 Jahren wären dies 9 Mio. EUR.

Im aktuellen Haushaltsentwurf der Verwaltung für 2020 sind übrigens nur 500.00 EUR ausgewiesen, womit etwa die Hälfte des von der Verwaltung berechneten Bedarfs abgedeckt wäre.

 

Antrag Gruppe Die Linke / Piratenpartei für VA und die Ratssitzung am 28.10.2019

 

 

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Krogmann,

 

für den VA und die Ratssitzung am 28.10.2019 beantragt die Gruppe LINKE / Piraten den Tagesordnungspunkt:

 

Resolution: Solidarität mit der jüdischen Gemeinde in Oldenburg - Gegen Antisemitismus in unserer Stadt Oldenburg

 

aufzunehmen.

 

Zu diesem Tagesordnungspunkt beantragt die Gruppe folgende Resolution zu beschließen:

 

Der Rat der Stadt Oldenburg erklärt seine Solidarität mit der jüdischen Gemeinde in Oldenburg. Der Rat wendet sich gegen jede Form von Antijudaismus und Antisemitismus. Wir sehen die jüdische Gemeinde als integralen Bestandteil der städtischen Gemeinschaft in Oldenburg; sie gehört zu uns. Wer sich gegen Jüdinnen und Juden in Oldenburg wendet, wendet sich gegen uns alle und hat unseren entschiedenen Widerspruch zu erwarten. Der schlimme terroristische Anschlag von Halle zeigt die Notwendigkeit, die Sicherheit der jüdischen Gemeinde bestmöglich zu garantieren.

A.

Das Eisenbahnbundesamt geht im Planfeststellungsbeschluss I davon aus, dass die zu erwartende Zugzahl bei 39 Güterzügen liegt. Diese Zahl wird dann mit der plangegebenen Vorbelastung verglichen, die mit 50 Zügen angenommen wird. Auf der Grundlage dieser Zahlen wird jegliche Abwägung der Alternativen-Prüfung schlicht verweigert. Das Eisenbahnbundesamt beruft sich darauf, dass Auswirkungen des Verkehrs unterhalb der plangegebenen Vorbelastung nicht in die Abwägung eingestellt werden müssen (Seite 81 wörtlich: „Nur unter der Voraussetzung, dass sich eine vorhandene Konfliktlage in Folge des Planvorhabens gegenüber der plangegebenen Vorbelastung verschärft, besteht der notwendige Zurechnungszusammenhang, der es erforderlich macht, den Konflikt mit der Planung in den Blick zu nehmen und angemessen zu bewältigen.“ (Seite 81)

 

Die Berechnung des zukünftigen Verkehrs bezogen auf 2030 hat deshalb entscheidende Bedeutung für die Frage, was die Bürgerinnen und Bürger hinnehmen müssen. Anders ausgedrückt: Würden die angegebenen Zahlen des Eisenbahnbundesamtes richtig sein, wären mögliche Einwendungen und die Wahrnehmung von Bürgerrechten im Zusammenhang mit dem Planfeststellungsverfahren maßgeblich verkürzt.